Wirtschaftsingenieurwesen in Deutschland studieren an:

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Die Studie

Das Berufsbild des Wirtschaftsingenieurs ist sehr vielseitig. Dem will der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI) mit seiner Studie "Wirtschaftsingenieurwesen in Ausbildung und Praxis" gerecht werden. Diese alle 4 Jahre erscheinende Analyse steht nun in der 14. Auflage zur Verfügung und kann im gut sortierten Buchhandel (ISBN 978-3-7983-2763-4) für 19,90 € erworben werden. Gern kann die Studie auch direkt über diese Webseite bestellt werden.

Die Studie vereint eine Befragung aller deutschen Hochschulen, die einen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen anbieten, mit dem Meinungsbild von in der Praxis tätigen Wirtschaftsingenieuren und Unternehmen. Erstmals wurden auch Studierende des Studienganges in die Studie aufgenommen. Diese inhaltliche Breite der Befragung bietet die Möglichkeit, ein differenziertes Bild des Wirtschaftsingenieurwesen aus Sicht der Studierenden, der Hochschulen und der Unternehmen zu zeichnen.

E-Book

Die 12. Auflage der Studie "Wirtschaftsingenieurwesen in Ausbildung und Praxis" steht als PDF Version (6,4 MB) zum kostenlosen Download bereit. Der Link zum Download wird per E-Mail versendet.

Diese 2007 erstelle Version der Studie gibt einen Einblick in die Analyse des Wirtschaftsingenieurwesen bei der Ausbildung an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien und untersucht mittels Umfragen den Praxisalltag eines Wirtschaftsingenieurs.

Diese kostenlose Version soll vor allem zeigen, wie vielseitig die Betrachtungen des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen sein können. Im Anhang befindet sich eine Übersicht aller Ausbildungsstätten für Wirtschaftsingenieure in Deutschland, da diese Angaben allerdings schon älter sind, wird die aktualisierte 14. Auflage empfohlen.

Studienteilnehmer

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Wirtschaftsingenieure in Praxis und Wissenschaft

Beides erkennen und beurteilen zu können Hilft mir entscheidend, die Herausforderungen als Vorstand eines Unternehmens bewältigen zu können. Sowohl auf Entwicklungsseite als auch auf strategischer Seite bin ich imstande, mir ein eigenes Urteil zu bilden.

Amir Roughani

Amir Roughani

Vorstandsvorsitzender - Vispiron AG

Die wichtigste Eigenschaft, die ein Wirtschaftsingenieur in seinem Studium lernt, ist das schnelle erfassen und verstehen von Zusammenhängen und Systemen ohne dabei alle Einzelheiten zu kennen.

Christine Wienhold

Christine Wienhold

Managerin Innovationsmanagement - EnBW Energie Baden-Würtenberg AG

Wirtschaftsingenieurorientierte Forschung erfordert die Integration mehrerer Wissensgebiete an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik. Die Forschung zur Energiewende ist daher ein Typisches WI-ING-Thema.

Dr. Friedich Kunz

Dr. Friedich Kunz

Senior Researcher - Deutsches Inistitut für Wirtschaft e. V. (DIW)

Meine Empfehlung ist, sich gezielt durch Praktika Know-How zu schaffen, das ermöglicht zu erkennen, was benötigt wird, und hierbei vor allen Dingen den internationalen Charakter der Tätigkeit hervorzuheben.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Reimelt

Prof. Dr.-Ing. Stephan Reimelt

President & CEO GE Europe, CEO GE Germany - General Electric

Verteilung der Wirtschaftsingenieure nach Hochschultyp

Die befragten Wirtschaftsingenieure kommen zu etwa gleichen Teilen von Universitäten und Fachhochschulen. Die am häufigsten genannten Studienrichtungen sind Maschinenbau und Produktionstechnik, gefolgt von Logistik und Informations- und Kommunikationstechnik. Jeder sechstem Befragte beendete sein Studium mit allgemeiner ingenieur-wissenschaftlicher Studienrichtung.
Uni / TU:
FH:
BA / DH:
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Die Autoren

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Helmut Baumgarten ist Autor des Berufsbildes seit 1972. Er begleitet und gestaltet die Entwicklung des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesens seit mehr als 30 Jahren aktiv und erfolgreich, war langjähriger Vorsitzender der gemeinsamen Kommission für Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Im Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) war Professor Baumgarten lange Zeit als Vorsitzender und im Vorstand aktiv. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Berufsbild des Wirtschaftsingenieurs in Zeitschriften und Sammelwerken verfasst.
PROF. DR.-ING. DR. H.C. HELMUT BAUMGARTEN - TU Berlin

Prof. Dr.-Ing. Burkhard Schmager

Prof. Dr.-Ing. Burkhard Schmager

Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Seit 2007 Mitautor des Berufsbildes Wirtschaftsingenieurwesen. Prof. Dr.-Ing. Burkhard Schmager engagiert sich seit zwei Jahrzehnten für  die Verbreitung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsingenieurstudiums unter anderem als Dekan des Fachberichs Wirtschaftsingenieurwesen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und seit 2006 als Vorstandsmitglied im bundesweiten Fachbereichs- und Faktultätentag Wirtschaftsingenieurwesen.

Prof. Dr.-Ing. Wolf-Christian Hildebrand

Prof. Dr.-Ing. Wolf-Christian Hildebrand

Fachhochschule Brandenburg

Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Darmstadt, National University of Singapore und der University of Transport and Communications in Hanoi, Vietnam, Dipl.-Wirtsch.-Ing. 2004, Promotion 2008 an der TU Berlin (Prof. Baumgarten). Seit 2012 Professor für Logistik und Organisation an der Fachhochschule Brandenburg. Stellvertretender Senatsvorsitzender der FH Brandenburg. Studiendekan für den Studiengang Technologie- und Innovationsmanagement.

Prof. Dr. Christian von Hirschhausen

Prof. Dr. Christian von Hirschhausen

Technische Universität Berlin

Studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin und erlangte einen Master of Economics an der University of Colorado at Boulder (USA). 1994 promovierte er in Frankreich an der Écoles Nationale Supérieure des Mines de Paris (ENSMP). Nach einer Beratungstätigkeit in Osteuropa habilitierte er 2002 an der TU Berlin (Prof. Ewers) und baute ab 2003 als Professor an der TU Dresden einen Stiftungslehrstuhl “Energiewirtschaft und Public Sector Management” auf. Seit 2009 ist er Professor für Infrastrukturpolitik an der TU Berlin.

Warum diese Studie?

Entscheidungsunterstützung bei der Wahl des Studiums

Die Studie „Wirtschaftsingenieurwesen in Ausbildung und Praxis“ richtet sich an Studierende zur Entscheidungsunterstützung bei der Wahl von Studienplatz und -inhalt sowie an Unternehmen als deren potenzielle Arbeitgeber. Es gibt einen umfassenden Überblick über alle deutschen Universitäten, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Berufsakademien / Dualen Hochschulen, an denen der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen studiert werden kann, über die verschiedenen Tätigkeitsfelder in der Praxis, Berufschancen und Karriereentwicklungen.

Neben der Beschreibung von aktuellen Studieninhalten und Strukturen an Universitäten und Fachhochschulen sowie der Anforderungen und Einschätzungen der Unternehmen ist die Herausforderung für die neue Auflage des Berufsbildes, die neue Vielfalt der Studienpotenziale für das Wirtschaftsingenieurwesen an Universitäten und Fachhochschulen aufzunehmen und zu integrieren. Weiterhin ist die Fortentwicklung von neuen Aufgabenfeldern für Wirtschaftsingenieure in der Praxis zu erfassen und der Erfolg der Angebote in den Bachelor- und Masterstudiengängen zu beschreiben.

85 Jahren für die Belange des Studiengangs und der Wirtschaftsingenieure

Das Berufsbild „Wirtschaftsingenieurwesen in Ausbildung und Praxis“ wird vom Verband Deutscher Wirtschaftsingeneiure e.V. seit 1972 in der nunmehr 14., vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage herausgegeben, eine zentrale Aufgabe des Verbandes, der sich seit über 85 Jahren für die Belange des Studiengangs und der Wirtschaftsingenieure einsetzt. Seit über 30 Jahren wird die Studie von Helmut Baumgarten geleitet und betreut, dieses Mal mit dem erweiterten Autorenteam Wolf-Christian Hildebrand, Christian von Hirschhausen und Burkhard Schmager an seiner Seite.

Professor Helmut Baumgarten war Gründer und langjähriger Leiter des Bereichs Logistik an der Technischen Universität Berlin sowie Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission Wirtschaftsingenieurwesen (GKWi). Über die TU Berlin hinaus war er an der Entwicklung des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen maßgeblich beteiligt, unter anderem als Vorstandsvorsitzender und langjähriges Vorstandsmitglied des VWI. Wolf-Christian Hildebrand ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Logistik und Organisation, und Studiendekan am Fachbereich Wirtschaft der FH Brandenburg, Christian von Hirschhausen ist Professor für Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik an der TU Berlin und hat Forschungsprofessuren am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sowie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) inne. Burkhard Schmager ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktionsmanagement, an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und war dort viele Jahre als Prorektor für Studium und Lehre tätig. Er vertritt den Fakultäts- und Fachbereichstag Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschuldekane im Rahmen dieser Berufsbildstudie und führt das bewährte kooperative Konzept der Untersuchung gemeinsam mit dem Autorenteam in der aktuellen Auflage fort.

In der Praxis liegen Wirtschaft und Technik eng beieinander, noch mehr: Das eine ist mit dem anderen aufs Innigste verbunden. Nur mithilfe der Technik ist es der Wirtschaft möglich, ihre Aufgaben zu erfüllen. Andererseits kann die Technik den Inhalt ihres Könnens nur durch die Wirtschaft ausschöpfen. Beide durchdringen sich gegenseitig: Sie bilden ein unlösbares Ganzes.

Mit diesen einführenden Worten beginnt das erste deutschsprachige Buch zum Ausbildungskonzept des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, „Ingenieur und Wirtschaft: Der Wirtschaftsingenieur“, aus dem Jahr 1930. Sein Autor, Professor Willi Prion (1879– 1939), gilt als der Begründer des Wirtschaftsingenieurwesens in Deutschland. Da eine technische Betrachtung der Wirtschaft für Prion ebenso wenig denkbar war wie eine rein wirtschaftliche Behandlung der Technik, war die parallele Einführung in zwei unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen für Prion bei der Etablierung des neuen Lehrkonzepts von zentraler Bedeutung. Anlass war der erkannte Mangel an Führungskräften im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Technik. Zu Beginn waren zwar weder die Wirtschafts- noch die Ingenieurwissenschaftler begeistert, doch lag diese Skepsis am Bereichsdenken, das es gerade durch das Reformkonzept in Wirtschaft und Technik zu überwinden galt. 1926 legte er den ersten Studienplan vor, in dem technische und kaufmännische Inhalte parallel vermittelt wurden. Noch im gleichen Jahr, zum Wintersemester 1926/1927, immatrikulierten sich die ersten 51 Studierenden im Studiengang „Wirtschaft mit Technik“ an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, dem Vorläufer des heutigen Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Das Curriculum des Studiengangs hat sich seit den Anfangsjahren naturgemäß verändert; Fächer wie Rechnungswesen, Mechanik und Wärmelehre sind aber bereits seit fast 90 Jahren Teil der Grundlagenausbildung der Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte Professor Horst Wagon (1909–1987), der Mentor des Studiengangs zu dieser Zeit, an der Technischen Universität Berlin das sogenannte Berliner Modell des Wirtschaftsingenieurwesens weiter, was gleichzeitig Vorbild wurde für viele nachfolgende Universitäten und später auch Fachhochschulen. Das Berliner Modell wird geprägt durch das simultane Studium ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlicher Fächer. Nach Berlin zuerst aufgenommen wurde das Modell von der damaligen Technischen Hochschule Darmstadt, heute Technische Universität Darmstadt, sowie Ende der 1960er-Jahre durch die Universitäten Karlsruhe und Braunschweig. Der Durchbruch des Studiengangs in der Hochschullandschaft erfolgte in einer ersten Phase in den 1970er- und 1980er-Jahren, wo zunehmend Hochschulen dem innovativen Konzept des interdisziplinären Studiums Wirtschaftsingenieurwesen folgten. In den 1990er-Jahren erfolgte nicht zuletzt durch die Wiedervereinigung ein enormer Zuwachs an Studienangeboten an Universitäten, insbesondere aber auch an Fachhochschulen. Dazu zählt auch die Überführung des in der DDR verbreiteten Studiengangs Ingenieurökonomie in das Wirtschaftsingenieurwesen. Seit Beginn des neuen Jahrtausends wurde auch im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen die 1999 im Rahmen des Abkommens von Bologna beschlossene Überführung der traditionellen Diplomstudiengänge in das gestufte Studienmodell mit den Abschlüssen Bachelor und Master umgesetzt.

Studienangebote Wirtschaftsingenieurwesen nach Hochschultyp im Zeitverlauf

Parallel zu der Entwicklung des Simultanstudiengangs wurden an einigen Universitäten und Fachhochschulen Aufbaustudiengänge eingeführt, so an den Universitäten Aachen, München und Kaiserslautern. Aufbaustudiengänge zeichnen sich im Regelfall aus durch ein ingenieurwissenschaftliches Studium, was durch ein vier- bis sechssemestriges wirtschaftswissenschaftliches Studium ergänzt wird. Diese aufeinanderfolgende Form des Studiums hat sich jedoch nicht durchgesetzt und ist in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Aufbaustudiengänge wurden dabei vielfach durch Simultanstudiengänge ersetzt, so in Aachen und Kaiserslautern.

In den letzten Jahren hat sich das Studienangebot vervielfacht, mittlerweile kann der Studiengang an 32 Universitäten und fast 120 Fachhochschulen und Berufsakademien studiert werden. Dies geschieht auch in einer wachsenden Vielfalt an Studienrichtungen wie beispielsweise Informations- und Kommunikationssysteme, Energietechnik, Gesundheitstechnik, Produktions- oder Umwelttechnik, die insbesondere den gesellschaftlichen Megatrends der nächsten Jahrzehnte Rechnung tragen. Heute kann der Studiengang in einer breiten Variantenvielfalt zwischen Präsenz- und Fernstudium, in Voll- oder Teilzeit sowie in dualen Ausbildungsmodellen studiert werden.

Die Zahl der Studienanfänger steigt stetig, fast 20.000 Studienanfänger nehmen jedes Jahr das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie auf. Die Zahl hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre entgegen dem Trend in anderen Ingenieurwissenschaften mehr als verdoppelt. Insgesamt sind fast 100.000 Studierende in einem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben, der Studiengang zählt damit in der Zwischenzeit zu den fünf stärksten Studiengängen Deutschlands.

Vor dem Hintergrund der globalen Megatrends und zunehmenden Verzahnung globaler Wertschöpfungsketten wird auch zukünftig die Nachfrage nach Generalisten, ausgebildet an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Technik in der Tradition von Willi Prion, zunehmen.